Die ersten neuen Bohnen für die BohnenSchatzKiste 2017/2018

Es ist eine aufregende Zeit, wenn ich meine eigenen Bohnen trockne und Mails von all den lieben Gärtnern bekomme, die mir über ihre Erfolge und Mißerfolge berichten.
Ein Teil meiner eigenen Ernte beim Trocknen
Nach und nach trudeln dann die ersten Bohnensendungen für die BohnenSchatzkiste ein, von denen ich Euch hier einige zeigen möchte. Zunächst sichte und fotografiere ich alle Bohnen, um sie später im Bohnen-Atlas auch mit Fotos belegen zu können. Dann werden sie in der Regel in Gläser oder durchsichtige Tüten verpackt, damit ich erkenne, wenn sich der Bohnenkäfer breit macht.
Hier im Bild eine große Sendung von einer deutschen Gärtnerin und ihrem Mann. Dazwischen sind auch 3 Sorten aufgetaucht, die ich nicht zugeschickt hatte. Ob es sich hierbei um Verkreuzungen handelt, oder ein Körnchen irgendwo zwischen gerutscht ist, ist unklar. Eine besonders Schhöne ist Annelu's Kaffeeohne. Doch in dieser Sendung war auch Saatgut enthalten, welches im letzten Jahr schon sehr alt war und somit wieder erfolgreich vermehrt wurde.

Uppala und noch mal Bohnen von mir, ich habe mich riesig gefreut, dass die Rose Bean so gut getragen hat. eine recht zickige Bohne bisher in Deutschland. Wunderschön sind auch die verschiedenen Varianten der Cherokee Cornfield und das schüchterne Rose der unbekannten Wochenmarkt Kroatien hat sich gelohnt. Ich selbst vermehre in der Regel die Sorten, die besonders rar oder alt sind und freue mich dann um so mehr, wenn sie hinterher auch noch so schön sind.
Doch zurück zum Thema, ich schweife wieder ab, hier ist eine weitere Sendung abgebildet, darunter eine unbekannte Feuerbohne, eine weitere unbekannte, die als Georgien gesprenkelte geführt wird und Cherokee Trail of tears. Ich freue mich immer sehr, wenn auch diese unbekannten Sorten weiter vermehrt werden.
Diese Sendung hat mir Klaus Peter vom www.Tomaten-Atlas.de persönlich mit einigen leckern Tomaten überbracht. Railroad und Nani Friverde, beides sehr altes Saatgut im letzten Jahr.

Zwischendurch hatte ich noch kleinere Veranstaltungen, bei denen ich meine Schublade mit Bohnen gefüllt habe, um die Vielfalt der Bohnen zu demonstrieren und Bohnen Saatgut weiter zu geben. 10 neue Bohnengärtner konnte ich damit erreichen. Ein Ehepaar kam vorbei und ich fragte, ob sie denn Feuerbohnen anbauen und Interesse hätten nur eine Feuerbohnensorte zu kultivieren und empfahl dann die Weseler feuerbohne, von der ich nur noch wenig Saatgut hatte und dringend Vermehrer gewinnen wollte. "Oh ja, ich komme aus Wesel, das mache ich doch gerne."

Und wieder ein Vermehrungspaket, dismal aus Holland, wie es wohl gleich ausschaut?
Das sind die Tüten ausgepackt, vielen Dank, die Smileys, die Späteste von Frau Kraus, rumänische Schwertstange, Westgötland und viele mehr, bei denen nicht sicher war, ob sie noch keimfähig sind und Erträge bringen.

Auch die Schweiz ist dabei und die türkische Brown Zebra wurde erfolgreich vermehrt, ich hatte schon Angst, dass ich sie verliere. 
Ach ja, hier ist mein Chaos, ich wollte Karaota vermehren und habe links die echte Karaota und rechts eine weisse Karaota bekommen, aber beide sehr ertragreich. und ein paar andere sind auch im Bild...
Aus Belgien ist Tatopani  (eine echte Zicke) dabei und Navajo, Flor de Rio, die Kirschbohne, ich freue mich über alle gleichermaßen.
Und auch hier eine persönliche Übergabe aus der Umgebung mit Karmesin und der türkischen Erbse dabei

Statistik am 31.10.2017
von 16 Bohnenbewahrern habe ich bisher 71 Bohnensorten zurück bekommen.

Selbstverständlich gab es auch einige Verluste und manche Bohnen konnten einfach nicht vermehrt werden, doch manchmal gab es einzelne Verluste und andere Gärtner konnten die Bohne dennoch vermehren, daher ist es immer besser eine Sorte auf mehrer Schultern zu verteilen.

Herzlichen Dank für den Einsatz, ich werde weiter berichten.

Nachtrag: 
insgesamt habe ich in der letzten Saison 1.437 verschiedene Bohnenportionen an 145 Bohnenbewahrer verschickt

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